Verlässlichkeit der Tests
Der traditionelle Gebärmutterhalsabstrich
Seit der Gebärmutterhalsabstrich in den 1940er Jahren eingeführt wurde, hat er viele Tausend Leben gerettet. Es kann aber sein, dass beim Gebärmutterhalsabstrich abnorme Zellen nicht gefunden werden (ein falsches negatives Ergebnis), oder dass Zellen als abnormal eingestuft werden, obwohl sie gesund sind (ein falsches positives Ergebnis). Diese Fehler können aus folgenden Gründen auftauchen:
- Die Stelle, an der mit dem Pinsel oder der Spachtel der Abstrich entnommen wird, könnte zufällig eine gesunde Stelle sein
- Die abnormen Zellen könnten zwar vom Pinsel oder der Spachtel aufgenommen, aber nicht auf den Objektträger oder in die Flasche übertragen werden
- Die abnormalen Zellen könnten zwar auf den Objektträger übertragen, aber von der Person, die sie unter dem Mikroskop untersucht, nicht gefunden werden
Deswegen bietet Zytologie den besten Schutz, wenn sie im Rahmen eines organisierten Früherkennungsprogramms mit guter Qualitätssicherung angewandt wird, die sicherstellen, dass Frauen in den empfohlenen regelmäßigen Abständen untersucht werden.
Dünnschicht Zytologie (LBC)
LBC bietet mehrere Vorteile gegenüber dem traditionellen Gebärmutterhalsabstrich und garantiert deshalb eine größere Verlässlichkeit:
- Während beim traditionellen Gebärmutterhalsabstrich einige der entnommenen Zellen präpariert werden, wird bei LBC der Entnahmepinsel in einer schützenden Flüssigkeit ins Labor geschickt, so dass alle entnommenen Zellen untersucht werden können
- Die LBC Methode kann die Rate von falschen negativen Testergebnissen senken, weil sie Blut und Schleim, welche die Untersuchung des Abstriches erschweren, von der Probe entfernt

