Der traditionelle Gebärmutterhalsabstrich
Georges Papanicolaou

Der traditionelle Gebärmutterhalsabstrich wird heute noch auf fast dieselbe Art und Weise vorgenommen wie 1943, als er von Georges Papanicolaou erfunden wurde. Während einer kurzen Untersuchung der Vagina entnimmt Ihr Arzt dem Gebärmutterhals mit einem kleinen Pinsel oder einer kleinen Spachtel eine Zellprobe. Diese Zellen werden auf einem Objektträger ausgebreitet und ins Labor geschickt,  wo sie unter dem Mikroskop auf abnorme Zellen untersucht werden. Wenn abnorme Zellen gefunden werden, werden sie nach dem Grad ihrer Abnormalität eingestuft. Anhand dieser Einstufung entscheidet Ihr Arzt über die weitere Behandlung.

Dünnschicht Zytologie (LBC)

Dünnschicht Zytologie (LBC) ist eine neuere Methode, einen Gebärmutterhalsabstrich zu präparieren. Der Hauptunterschied zwischen LBC und dem traditionellen Abstrich ist, dass die Gebärmutterhalszellen direkt in ein Fläschchen mit konservierender Flüssigkeit gegeben, statt auf einem gläsernen Objektträger ausgebreitet zu werden. Für die Patientin ändert sich also wenig. Die Vaginaluntersuchung ist dieselbe und der Abstrich wird auf dieselbe Art genommen wie bei der traditionellen Methode. Danach wir der Pinsel oder die Spachtel aber in ein Fläschchen mit konservierender Flüssigkeit gegeben und ins Labor geschickt, wo sie auf einem Objektträger präpariert wird.

Von da an wird wieder genauso vorgegangen wie bei der traditionellen Methode: Der Objektträger mit der Zellprobe wird unter dem Mikroskop nach abnormen Zellen untersucht. Wenn abnorme Zellen gefunden werden, werden sie entsprechend des Grades ihrer Abnormalität eingestuft und anschließend wird Ihrem Arzt ein Bericht geschickt.