HPV Impfung

Weil Gebärmutterhalskrebs nur nach einer Infektion mit einem der hochriskanten HPV-Typen entstehen kann, schützen Impfungen gegen HPV auch gegen die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs. Es sind mittlerweile zwei Impfstoffe gegen die beiden häufigsten HPV-Typen, die Typen 16 und 18, erhältlich. Diese beiden Typen verursachen etwa 2/3 aller Erkrankungen von Gebärmutterhalskrebs, viele Fälle von abnormen Gebärmutterhalszellen und damit auch viele abnormale Gebärmutterhalsabstriche. Außerdem schützt eine der beiden Impfungen auch gegen die HPV Typen 6 und 11, welche die meisten Genitalwarzen verursachen.

Studien haben gezeigt, dass beide Impfstoffe sehr effektiv bei der Prävention gegen die genannten HPV-Typen sind und zusätzlich einen geringen Schutz gegen einige andere HPV-Typen bieten. Sie schützen jedoch nicht gegen alle HPV-Typen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Deswegen ist es von grundlegender Wichtigkeit, auch weiterhin zur regelmäßigen Frühuntersuchung zu gehen, um sich gegen Gebärmutterhalskrebs zu schützen, der von anderen HPV-Typen verursacht wird.

Beide Impfstoffe sind vor allem darauf ausgelegt, HPV Infektionen zu verhindern. Deswegen bieten sie den größten Schutz, wenn sie verabreicht werden, bevor eine HPV Infektion auftreten kann, beispielsweise an Mädchen, bevor sie in die Pubertät kommen und sexuell aktiv werden. Die Einführung schulischer Impfprogramme für alle vorpubertären Mädchen ist eine wichtige nationale Strategie zur Krebsprävention.

Auch Männer können sich mit HPV infizieren und ihre Partner damit anstecken. Momentan sind Studien im Gange, um den Nutzen von Impfungen gegen HPV Infektionen und daraus entstehende Krankheiten bei Männern festzustellen.

 

Die Impfung gegen HPV ist ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs. Gemeinsam bieten organisierte Früherkennungsprogramme und Impfungen gegen HPV den effektivsten Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs.